Wie üblich besuchte ich die Weihnachtsmineralien-Ausstellung am 8.Dez.2023 in St.Pölten-
Spratzern und freute michauf ein Fachgesimpl mit den Vereinsfreunden(ich bin auch dort Mitglied).
Nach einigen informativen Gesprächen begutachtete ich die Meteorite bei einem älteren Mitglied,
welcher dieser durch eine Erbschaft eines verstorbenen Cousins dort zum Verkauf ausstellte. Es
waren etliche handtellergroße Pallasitscheiben(sehr schön), afrikanische Erstfunde, und viele
geätzte kleine aber schöne Eisenscheiben mit Widmannstättschen Figuren, auch russische Stücke.
Wir wurden aber nicht einig, da ich nur Niederösterreichische Meteoriten sammle, aber es war ein
gutes Fachgespräch. Dann ging ich zum Stand des Obmannes und war sofort von einem Stück
fasziniert. Es war ein sehr altes Stück, wahrscheinlich aus einem Museum oder einer Schule.
Der Titel lautete: „Eisennieren, Sandgrube Frings, Statzendorf, Hermannschacht NÖ.“ Ich wusste
sofort, was das war und ich musste es haben. Um € ??,00.- wurden wir handelseins und ich gab noch
eine Spende(zuzüglich zum Mitgliedsbeitrag).
Sofort damit in der Firma musste es unter das Transmissionsmikroskop und es zeigte sich, dass es
genau das war, wofür ich es hielt. Denn:
In den Manuskripten von Floner(ehemaliger Schuldirektor und Mineraloge) war angeführt, dass er
1965 in den Tiefen desHermannsschachtes war (30-50Meter unter der Erde) und die Bergleute
ihm diese Eisennieren zeigten, im Durchmesser von 10 cm bis 1 Meter, welche in den Braunkohlen-
flözen steckten. Da sie zu schwer waren, um an die Oberfläche transportiert zu werden(Eisen !!!)
wurden sie dort als Abraum gleich wieder zu Auffüllung verwendet. Und so etwas lag nun vor mir !!!
Nur:
Das war kein normales Eisen. Dies war ein Stück eines Meteoritenschauers, der hier niedergegangen
war und genau das, was ich immer dort gesucht hatte. Es war ein Stück Eisen, geboren in einer
Supernova, geimpft mit diversen Elementen und Gold, sowie Anfangssilikate nach der Fusion. Ich war
sprachlos.
Wie gibt es so etwas ? Nun:
Wenn z.B. ein Stern-Roter Riese- seinen Wasserstoffvorrat verbrannt hat, beginnt die Fusion von
Helium zu Kohlenstoff und Sauerstoff. Die Sauerstoffkerne verschmelzen zu Neon und dieses dann
wieder zu Magnesium. Bei diesem Vorgang entsteht dann Silizium aus Magnesium und später
Eisen aus Silizium. Am Ende kollabiert der Eisenkern und mündet in einer Explosion, es setzt die
Eisenfusion in Gang und es enstehen Elemente, die schwerer sind als Eisen. Ein erheblicher Teil
der Sternmasse wird dabei durch eine riesige Schockwelle ins Weltall hinaus abgestoßen. ------
---und ein solcher (winziger) Teil liegt nun vor mir…….!
Und wie das ?
Das gasförmige Eisen-abgestoßen durch die Schockwelle- rotiert in der Kinetik hinaus in den kalten
Weltraum. Dabei wird der rotierende äußere Rand kalt, erhärtet und im Inneren legen sich die Eisen-
atome am äußeren Rand fest und bilden eine Art Kristalle(Vergleich: Waschmaschine beim Schleu-
dern der Wäsche- die Wäsche legt sich an der äußeren Wandung fest). -- Danach kam diese Eisen-
kugel wiederum mit einer Wolke aus dem Fusionsprozess -bestehend aus Silikaten und Eisen- in