4. Meteoriten bearbeiten
4.1. Meteoriten waschen
Nachdem du die Meteoriten heil im Rucksack nach Hause gebracht hast, ist die
erste Handlung die Reinigung der Meteoriten. Und bereits hier können grobe
Fehler gemacht werden. Damit du diese nicht machst, schlage ich dir jene Arbeits-
weise vor, welche ich bei den meisten Meteoriten gemacht habe:
4.1.1. Einteilung in Größenklassen
Kleine und fausthandgroße Stücke werden anders behandelt als Stücke über
10kg bis 100kg. Zuerst behandle ich nur die Stücke bis in Faustgröße.
Diese Stücke werden zuerst in einer Plastikschüssel, die mit kaltem Wasser gefüllt
ist, zur Aufweichung der diversen Anrindungen aus Erde usw. hineingegeben und
ca. 10-20 Minuten dort belassen.
Danach aber nimmst du die Stücke heraus und schwemmst diese in der Plastik-
schüssel ab. Die Stücke danach werden auf ein sauberes Handtuch oder Papier
gegeben(ohne Abtrocknen !). Das Wasser in der Plastikschüssel gießt du langsam
aus, sodass die Rückstände noch in der Plastikschüssel bleiben- warum werde ich
dir später erklären(mögliche Mikrometeoriten können darinnen vorhanden sein).
Diese Rückstände gibst du auf ein sauberes saugfähiges Papier(Küchenrolle ) und
legst es für spätere Untersuchungen zur Seite.
Danach nimmst du die vorgewaschenen Meteorite und gehst zur Küchenspüle oder
ins Bad. Vorbereitet hast du dort eine alte Zahnbürste-mittelhart, NICHT hart- und
beginnst unter fließendem warmen bis heißen Wasser die Meteoriten rundum abzu-
bürsten, sodass jedwede Unreinheit beseitigt wird. Klugerweise hast du dabei beim
Abfluss eine Sieb befestigt, damit die Kleinteile, welche möglicherweise beim Waschen
abbrechen, aufgefangen werden. Warum warmes oder heißes Wasser: Nun, ich
habe die Erfahrung gemacht, dass, wenn ich eisenhaltige Meteoriten damit säubere,
diese sehr wenig zu rosten beginnen, auch entsteht wenig Flugrost. Meteoriten, welche
ich vor 2 Jahre so gewaschen habe und welche hochprozentig Eisen usw.. enthielten,
rosteten nicht mehr. Warum das so ist, weiß ich nicht, bin aber froh darüber.
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NEUE Erkenntnis: Sie rosten deshalb nicht, weil sie aus Ferronickelplatin bestehen. Das weiß ich erst jetzt….