Das Schneiden von Meteoriten:
Grundsätzlich ist es egal, ob du Eisen-, Stein-Eisen- oder Steinmeteoriten
schneidest. Es kommt darauf auf, welche Werkzeuge dir dafür zur Verfügung
stehen. Ich nehme nicht an, dass du-so wie ich-eine einstellbare Diamantsäge
zur Verfügung hast. Also werde ich mich darauf beschränken, was für einen
Anfänger oder auch Profi normal zur Verfügung steht und mit dem man halbwegs
vernünftig arbeiten kann.
Nun, schneiden kann man mit vielen Werkzeugen: Mit der Flex, mit der Steinsäge,
mit der Fliesensäge, mit Wasserstrahl, mit Diamantdraht, mit der Dekupiersäge
und vieles anderes mehr.
Welche Nachteile haben sie und welche Vorteile:
Flex: Kann mit der Hand geführt werden, braucht aber ein Diamantblatt, hat
aber einen großen Schnittverlust und ist eher für kleinere Meteos geeignet.
Der Meteorit sollte in einer Zwinge eingespannt sein, damit er während des
Trennens nicht wegrutscht. Wichtig ist, dass das Diamantblatt während des
Trennens mit Wasser gekühlt wird, das kann man mit einem schwachen
Wasserstrahl aus einem Schlauch, oder ein Helfer tropft während des
Trennens immer Wasser auf die Schneide. Dadurch verkanntet sich das
Blatt nicht und der Schnitt verläuft dann viel sauberer. Das Diamantblatt
muss durchlaufend sein, das heißt, es darf keine Segmente aufweisen, denn
diese reißen oft Chondren aus dem Meteoriten. Bitte keine Billigdiamantblätter
nehmen, denn diese haben oft eine minderwertige Qualität und sind nach
mehrmals Schneiden kaputt, zudem sind sie oft unrund und meist zu dick.
Also, nicht sparen. Kenner verwenden dabei natürlich einen Trennständer,
denn da gibt es kein Verwackeln. Die Geschwindigkeit sollte eher hochtourig
gewählt werden, niedertourige Drehungen machen den Schnitt unsauber
und du hast dann nachher viel Mühe mit einer planen Fläche zum Schleifen.
Wichtig ist, dass das Trennblatt nicht zu heiß wird, also KÜHLEN !!!
Ich zeige dir hier auf der nächsten Seite ein Foto, wie eine Profi-Flex mit
Kühlung ausssieht:
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